Internationale Gärten e. V. Göttingen

Verein

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Foto anlässlich 10 Jahre Internationale Gärten Göttingen (März 2006)

Im Jahr 1995 wurde unser erster Garten am Kalten Born in Göttingen Geismar ins Leben gerufen. Dies legte den Grundstein für unsere Arbeit. Im März 1998 gründeten wir den Verein Internationale Gärten e. V. Göttingen. Der Verein hat heute 90 Mitglieder, von denen rund 40 Prozent (Bio-) Deutsche sind.
Die Familienangehörigen der Mitglieder und ihre Freunde besuchen auch unsere Gärten oder nehmen an unseren Aktivitäten teil. So erreichen wir allein in Göttingen mehr als 400 Besucher / Nutzer unserer Angebote. Unsere Mitglieder wurden in 26 Ländern geboren bzw. wuchsen in fünf Kontinenten auf (Afrika,
Asien, Europa, Nord- und Südamerika): Afghanistan, Ägypten, Algerien, Äthiopien, Bangladesh, Bulgarien, China, Deutschland, Georgien, Irak, Iran, Japan, Jemen, Kolumbien, Korea, Kosovo, Libanon, Palästina, Rumänien, Russland, Spanien, Südafrika, Syrien, Ukraine, USA, Vietnam (Stand: November 2021).

Die Diskussion zum Thema Migration in unserer Gesellschaft hält an. Viele Menschen solidarisieren sich mit MigrantInnen und Geflüchteten. Unser Verein möchte einen Beitrag dazu leisten, dass sich diese Solidarität im Alltag stabilisiert. Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt den Kriegsflüchtlingen und den politischen Flüchtlingen.

Die Internationalen Gärten Göttingen, die ersten interkulturellen Gärten in Deutschland, wurden im August 2018 zwanzig Jahre alt! Unser Dank, Respekt und unsere Liebe geht an die vielen Menschen, die die Internationalen Gärten ermöglicht haben.

pdficon_large„Unsere Arbeitsprinzipien / Cooperative Identity“ Download PDF >

Arbeitsschwerpunkte

Unsere Arbeit deckt ein breites Themenspektrum ab. Sie beinhaltet Fragen wie

  • die Begegnung von Menschen aus verschiedenen Ländern  
  • den biologischen Anbau von Gemüse, Kräutern und Obst
  • den Betrieb von zwei interkulturellen Lehr-Imkereien
  • die Vermittlung von Umweltwissen an Kinder
  • das Aneignen der Stadt und der sozialen Umgebung
  • das Erleben von Eigenarbeit durch die Bestellung eines eigenen Gartengrundstücks
  • das Erlernen der deutschen Sprache  
  • die soziale und berufliche Integration von migrierten und geflüchteten Familien
  • Gespräche und Austausch über soziale und ökologische Themen (auch bezogen auf Entwicklungen in den Herkunftsländern unserer Mitglieder)
  • die Förderung der beruflichen Orientierung
  • Nachbarschaftshilfe, Familienbetreuung und das gemeinsame Feiern von Festen
  • die Organisation von Kursen, Ausstellungen und Kleinprojekten
  • Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit
Entwicklungsgeschichte des Vereins

Im Jahr 2018 feierten wir das 20-jährige Jubiläum der Internationalen Gärten Göttingen! Aus einem kleinen göttinger Gartenbauprojekt heraus entstand der Verein Internationale Gärten e.V. Göttingen. Da viele diesem Beispiel folgten, bildete sich bald das Bundesnetzwerk Interkulturelle Gärten. Das Ziel ist die europaweite Verbreitung der Idee.

1995: Die Idee eines Gartenbauprojekts für bosnische Flüchtlingsfamilien entsteht im Migrationszentrum für Geflüchtete in Göttingen.
1996: Die erste Gartengruppe wird gegründet. Familien aus Deutschland, Äthiopien, Bosnien, Afghanistan, dem Irak und dem Iran gründen gemeinsam den ersten Internationalen Garten in Göttingen im Stadtteil Geismar (Am Kalten Born) und damit den ersten interkulturellen Garten in Deutschland.
1997: Es erfolgt die Gründung eines lokalen und regionalen Netzwerks aus vier internationalen Gärten.
1998: Der Verein Internationale Gärten e.V. Göttingen wird gegründet mit 24 Gründungsmitgliedern. Verbreitung: Bundes und EU weit
2000: Es entstehen bereits 18 internationale und interkulturelle Gärten bundesweit.
2002: Das erste Treffen mehrerer internationaler/interkultureller Gärten findet in Berlin/Köpenick statt. Das „Bundesnetzwerk Interkulturelle Gärten“ wird gegründet mit Sitz in München bei der „anstiftung München“.
2003: Die „Stiftung Interkultur“ wird durch die anstiftung in München gegründet. Ideengeber waren die Internationalen Gärten in Göttingen.
2003: Die Internationalen Gärten erhalten ein Gartengrundstück im Göttinger Ortsteil Grone
2004: Der „Friedensgarten“ in Göttingen-Grone wird eröffnet.
2011: Die Initiative Internationale Gärten in Göttingen bestand seit 15 Jahren. Aus diesem Anlass feierten wir die Gründung der Gartengruppe.
2016: Der „Willkommensgarten“ an einer Geflüchteten-Wohnanlage wird gegründet (Göttingen-Geismar)
2018: Die Vereinsgründung liegt jetzt 20 Jahre zurück. Mehr als 600 urbane Gärten (davon von rd. 300 interkulturelle Gärten) sind bundesweit im Netzwerk der urbanen Gärten vereint.
2018: Die großen Gartengrundstücke in Geismar und Grone erhalten Imkerei-Lehrpfade

Weblinks
Shimeles Tassew zur Gründungsgeschichte des Vereins


Auszeichnungen

2020 Auszeichnung der Broschüre „Internationale Gärten Göttingen 1998 – 2018“ im Rahmen der Interkulturellen Woche durch Bündnis 90/DIE GRÜNEN in Göttingen
2019 der Willkommensgarten wird „Projekt des Monats Dezember“ von pufii (Präventive Unterstützung von Integrationsinitiativen)
2019
die Interkulturelle Lehrimkerei im Friedensgarten Grone wird „Projekt des Monats Juli“ der niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung
2014 Preisgeld aus dem Edith-Stein-Preis von Rita Süssmuth
2010 Integrationspreis des Landes Niedersachsen für Shimeles Tassew
2006 Göttinger Friedenspreis der Stiftung Dr. Roland Röhl für die Internationalen Gärten und die Stiftung Interkultur
2005 Preis der Niedersächsischen Umweltstiftung
2005 Umweltpreis „Trophée Terre de Femmes – Frauen für die Natur“ der Umweltstiftung „Fondation Yves-Rocher“ für Najeha Abid
2004 Preis für nachahmenswertes zivilgesellschaftliches Engagement vom „Bündnis für Demokratie und Toleranz“
2003 Agenda-21-Preis für die Umsetzung der Ziele der Lokalen Agenda 21 der Stadt Göttingen
2002 Integrationspreis des Bundespräsidenten (Johannes Rau)
2002 Preis „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ des „Bündnis für Demokratie und Toleranz“
2002 Preis der Stadt Göttingen „für den beispielhaften Beitrag zur Umsetzung der Ziele der Lokalen Agenda 21“
2001 Förderpreis Aktive Bürgerschaft (Bundessieger)
2001 Förderpreis „Aktion Bürger machen Staat“ (Landessieger Niedersachsen)
2000 Gewinner der Ausschreibung „Neue Umweltbildungskonzepte des Bundesumweltministeriums“ (Jürgen Trittin)